­čĺČ Von der Herausforderung die Wahl zu haben bis hin zu erotischen Trancezust├Ąnden

Kristines pers├Ânlicher Erfahrungsbericht von diversen Sitzungen.

 

Dies ist eine ungek├╝rzte Version von Kristines Darstellung einer Reihe von Sitzungen. Sie ist Studentin der Sexologischen K├Ârperarbeit. Ihre F├Ąhigkeit, die Sitzungen zu beschreiben und ihre Erkenntnisse zusammenzufassen, ist fortgeschritten. Der Text spricht f├╝r sich selbst. Die fettgedruckten Hervorhebungen wurden von mir mit Kristines Zustimmung hinzugef├╝gt.

┬╗Lieber Ondra,

Ich erinnere mich mit Freude und Dankbarkeit an die Sitzungen, die ich mit dir erlebt habe!

Erste Sitzung

Am ersten Tag betrat ich den Raum relativ gestresst und von internen Spannungen bez├╝glich der Sitzung zerrissen. Dein herzlicher Empfang und das lange Gespr├Ąch vorher waren sehr hilfreich f├╝r mich. Mein Ziel f├╝r diese Sitzung sollte das Loslassen sein, und ich bat dich darum, mir Hilfestellung zu geben, um dies mittels Atem, Laut├Ąu├čerung und Bewegung zu unterst├╝tzen. Die Optionen, die du mir zum Ablegen meiner Kleidung gegeben hast, waren neu f├╝r mich und sehr n├╝tzlich. Eine Wahlm├Âglichkeit zu haben, gab mir das Gef├╝hl, respektiert zu werden und in Sicherheit zu sein. Es war f├Ârmlich eine Einladung dazu, meine eigene Bequemlichkeit, mein Begehren, meine Neugier und auch meine Repressionen zu erforschen. Sich in einem umfassenderen Rahmen dar├╝ber im Klaren zu sein, in welchen Situationen im Leben wir uns ausziehen oder von anderen ausziehen lassen und wie dies respektvoll und mit Integrit├Ąt geschehen kann, ist eine wichtige Lektion f├╝r zuk├╝nftige Projekte und f├╝r das Leben im Allgemeinen.

Am ersten Tag hatte mein Verstand das Sagen, und ich geriet mit mir selbst in Konflikt dar├╝ber, ob ich es zulassen sollte, erregt zu sein. Nachdem ich dies ausgesprochen hatte, beschloss ich mich darauf zu konzentrieren, mir selbst zu erlauben, erregt zu sein. Ich war also erregt und versuchte diesen Zustand zu fokussieren, in meinem Lustempfinden und in meinen Genitalien zu bleiben, und Gef├╝hle wie Scham, Selbstkritik und Verlegenheit einfach nur wahrzunehmen und dann loszulassen.

Ob es nun absichtlich geschah oder nicht, Atem und Bewegungen kamen und gingen, ebenso wie die Wogen des Lustempfindens. Anf├Ąnglich fiel es mir schwer, darum zu bitten, was ich mir w├╝nschte, aber ich machte Fortschritte. Ich erkannte, dass ich mich zun├Ąchst aus meinem Verstand heraus und danach in meinen K├Ârper hinein begeben musste, um zu begreifen, was ich eigentlich wollte. Mit zunehmender Erregung f├╝hlte ich begl├╝ckende Wellen der Lust durch meinen K├Ârper flie├čen, die unterschiedliche Emotionen und Zust├Ąnde in mir freisetzten.

Zweite Sitzung

Am zweiten Tag entschied ich mich daf├╝r, mich von dir ausziehen zu lassen. Es war eine sehr angenehme Erfahrung. Ich f├╝hlte mich wieder wie eine 14-j├Ąhrige. Die Art und Weise, wie du mich zur aktiven Teilnahme bewegt hast und mich w├Ąhlen lassen hast, wie ich die Kleider ausgezogen haben m├Âchte und in welcher Haltung und Reihenfolge, gab mir ein Gef├╝hl von W├╝rde, Respekt und Sicherheit. In dieser zweiten Sitzung war mein Ziel immer noch durch Atem, Bewegung und Laut├Ąu├čerung loslassen zu k├Ânnen. Ich hatte mir auch vorgenommen, weniger zu kommunizieren als am Tag zuvor und mich besonders beim Atmen unterst├╝tzen zu lassen, was bei mir am besten durch durch das Wahrnehmen deines Atems funktioniert hat.

Es hat mir sehr geholfen, dass du mir vorgeschlagen hast, dich als meinen ÔÇ×DienerÔÇť zu betrachten, dem ich sagen kann, was er tun soll. Ebenso, dass ÔÇ×vielleichtÔÇť und ÔÇ×ich wei├č nichtÔÇť einfach nur NEIN bedeuten k├Ânnen, und auch, dass Floskeln wie ÔÇ×BitteÔÇť und ÔÇ×DankeÔÇť unn├Âtig sind.

W├Ąhrend und nach der Sitzung des zweiten Tages befand ich mich in einem erotischen Trancezustand. Unter anderem empfand ich Hitze im Gesicht, leichte Tetanie, kaskadenartiges Hautgef├╝hl, Kribbeln in Armen und Daumen, zitternde Beine, eine Art Summen in meinen Genitalien, und ich bin in der Nacht davon aufgewacht, dass ich Orgasmisches Yoga w├Ąhrend ich schlief, praktizierte. Mich in Wellen der Lust, des Orgasmus und der Amrita* gehen zu lassen, war eine wunderbare Erfahrung. Au├čerdem brachte es mir die Erkenntnis, dass meine Lust meine eigene ist, und dass ein Orgasmus heilsam sein kann. Ich h├Ątte gern viel lauter gest├Âhnt, als ich es tats├Ąchlich getan habe.

Eine weitere Erkenntnis aus der zweiten Sitzung war, dass die Qualit├Ąt und Quantit├Ąt des Lustempfindens nicht wirklich von der Qualit├Ąt der Beziehung zu der anderen Person abh├Ąngt, sondern dass sie aus meinem Inneren kommt und es an mir ist, sie zu genie├čen und/oder sie mit jemandem zu teilen.

Dritte Sitzung

W├Ąhrend meiner zweiten Sitzung war ich ziemlich erregt und mir war bewusst, dass ich die Ber├╝hrungen meines Anus und des Perineums besonders genossen hatte. Als wir uns ├╝ber das Ziel f├╝r die dritte Sitzung unterhielten, erwog ich, die anale Ber├╝hrung weiter zu erforschen, aber im Grunde w├╝nschte ich mir eigentlich nur das am Vortag Erlebte noch einmal. Ich war so froh, als du meintest, dass beides gute Vorhaben seien, wieder dasselbe zu erleben oder neue Dinge auszuprobieren. Und so war es auch.

Ich befand mich in einem erotischen Trancezustand und verlor v├Âllig das Zeitgef├╝hl, so dass als du sagtest, dass die Sitzung in f├╝nf Minuten vorbei w├Ąre, ich entt├Ąuscht war und mein K├Ârper verzweifelt. Als ich dir das kommunizierte, empfand ich es als unglaublich sch├Ân, dass du mir die M├Âglichkeit gabst, die letzten f├╝nf Minuten so zu verbringen, wie ich es wollte.

In diesem Moment kam ich in Kontakt mit dem Schmerz, den ich empfinde, wenn ich in einem Zustand gro├čer Erregung befinde und der Mann kommt ohne sich um mich zu k├╝mmern und ich hilflos bin, das zu erbitten, was ich m├Âchte, und ich mich in diesem Augenblick so offen und verletzlich f├╝hle. Ich beschloss, mich zu beruhigen, anstatt mich zu beeilen mit meinem Orgasmus. Am Ende hast du mit einer Hand auf meiner Vulva und mit der anderen auf meiner Brust mein Energielevel aufrecht erhalten, und mein K├Ârper zitterte vor lauter Emotion und innerer Glut. Du bliebst in dieser Position, bis ich sp├╝rte, dass ich deine H├Ąnde nicht mehr ben├Âtigte, und ich dieses Gef├╝hl f├╝r mich selbst auskosten konnte. Auch das Angebot, beim Trocknen des ├ľls zu helfen, gab mir das Gef├╝hl, gehalten und wieder zusammengef├╝gt zu werden.

Aus den Sitzungen mit dir habe ich viele sch├Âne und wertvolle Erkenntnisse mitgenommen und ich erhalte auch jetzt weiterhin Anreize durch das Erlebte. Ich habe meine eigene Ber├╝hrung und Herangehensweise besser kennen gelernt und angefangen, selbst K├Ârperarbeit zu praktizieren.

So viele und doch zu wenige Worte, um diese Erfahrung zu beschreiben!

Alles Liebe, Kristine┬ź

ÔÇöaus dem Englischen ├╝bersetzt

ÔŁŽ

├ťber den Blog-Autor

Ondra Veltrusk├Ż

Ondra Veltrusk├Ż

Ondra ist ein Somatischer Coach f├╝r Intimit├Ąt und Sexualit├Ąt, der in der Tradition des australischen Instituts f├╝r somatische Sexologie (ISS) ausgebildet wurde und arbeitet. Er begleitet die Menschen dabei, in ihrem K├Ârper und Geist pr├Ąsent zu sein, und unterst├╝tzt sie, kluge Entscheidungen im Bereich der Intimit├Ąt und der Freude zu treffen.

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I am often asked to describe a „typical session“. This is not an easy task, because every client is unique and every session different. Many clients share their experiences and learnings with me, some of them agree to publish parts as testimonials. However, it is rather rare, that a client shares a whole somatic journey in such a poetic way.

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